
5. Juli
Tag der absichtslosen Berührung
Wann hast du zuletzt jemanden berührt, ohne dass es eilig war?
Diesen Tag habe ich ins Leben gerufen, weil unsere Welt immer digitaler wird und weil es mich beschäftigt, dass wir häufiger unsere Smartphones berühren als unsere Mitmenschen. Und das schon lange vor Corona, Social Distancing hat es nur sichtbarer gemacht.
Viele Menschen leben mittlerweile in einer stillen Berührungsarmut, ohne
es überhaupt zu merken. Das ist nicht harmlos: Studien zeigen einen klaren Zusammenhang zu Depression, Angstzuständen, einem geschwächten Immunsystem.
"Berührung
ist die erste Sprache
die wir lernen und die letzte
die wir vergessen"
- Manuela Münster -
Schon Babys können ohne liebevolle Berührungen Gedeihstörungen entwickeln.
Berührung schüttet Glückshormone aus, hebt unsere Stimmung, reduziert Stress, und schenkt echte menschliche Verbindung.
Achtsame Berührung aktiviert unseren Vagusnerv und damit die Selbstheilung des Körpers.
Direkter als jedes Wort, schneller als jede Erklärung.

Warum der 5. Juli?
Sommer, eine Zeit, in der wir offener sind. Und die 5 steht für unsere fünf Sinne, von denen der Tastsinn der fundamentalste ist (klingt fast zu nüchtern für etwas so Schönes, oder?).
Meine Vision dafür ist simpel: ein jährlicher Reminder, dass wir Menschen bewusste, absichtslose Berührung brauchen. Nicht als Luxus. Als Grundbedürfnis.
Also, lege heute deine Hand auf den Arm eines Menschen, der dir wichtig ist.
Halt eine Umarmung deiner Liebsten zwei Sekunden länger als sonst.
Spüre die wundervolle Natur mit deinen Händen.
Streichle über den Kopf deines Kindes, ohne nebenbei aufs Handy zu schauen.
Mehr braucht es nicht. Nur einen Tag, an dem wir uns erinnern, was vielen von uns längst fehlt.